Der Förderunterricht

Die Stiftung Mercator hat das Projekt „Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund“ 2004 bundesweit etabliert. An derzeit bundesweit 29 Standorten, so auch in Wiesbaden, gibt es diesen außerschulischen Unterricht, der von Lehramts- und Pädagogikstudentinnen und -studenten durchgeführt wird. Die Förderung findet in Kleingruppen zwei Mal wöchentlich am Nachmittag statt.
In Wiesbaden gibt es zur Zeit 25 Gruppen mit über 100 Förderschülern an verschiedenen Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Haupt-, Real- und Gesamtschulen. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen sind hoch motiviert, sie haben sich entweder selbst angemeldet oder sie wurden von ihren Lehrerinnen oder Lehrern vorgeschlagen.

Sprachkompetenz ist die Voraussetzung für schulischen Erfolg. Dazu gehört insbesondere auch das Verstehen von Fachvokabular, weshalb im Förderunterricht besonderen Wert auf die Verzahnung von fachlicher und sprachlicher Förderung gelegt wird. Die vom europäischen forum für migrationsstudien (efms) durchgeführte Evaluation belegt die Richtigkeit dieses Ansatzes. Die Teilnehmer des Förderunterrichts konnten ihre schulischen Leistungen deutlich verbessern.
Das Projekt WiesPaten ergänzt den Förderunterricht durch Angebote, bei denen die Kinder und Jugendlichen und „ihr“ WiesPaten-Unternehmen gemeinsam aktiv werden. Das ist beispielsweise eine Unterstützung durch professionelles Know-How zum Bewerben im Unternehmen, das gemeinsame Erleben von Kultur oder eine gemeinsame Aktionen für Dritte (zum Beispiel im Rahmen von Wiesbaden Engagiert!). Damit wird nicht nur Sprachkompetenz sondern auch das Selbstbewusstsein gefördert und weitere Schlüsselkompetenzen entwickelt.
Download
- Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund (PDF)
Evaluation des Projekts der Stiftung Mercator (Kurzfassung)
