2016_wiespaten-sommerfest_schufa_0_headerDas WiesPaten-Sommerfest war eines sicher nicht: ein Fest mit Gästen, die sich gelangweilt an ihren Gläsern festhalten. Das WiesPaten-Sommerfest 2016 war eine Entdeckungsreise, ein riesiger Lernraum, ein Ort für Begegnungen, für Wissen und Spaß.

Ein großer Wunsch: Noch mal bitte!

Aber von vorn: 2015 fand neben dem Dankeschön-Fest im Januar zum ersten Mal ein WiesPaten-Sommerfest statt. Das muss wiederholt werden, befanden die WiesPaten-Schülerinnen und -Schüler. Leichter gesagt als getan. Wer soll das organisieren, wer bezahlen? Gerade, als sich eine Menge Leute über diese Fragen den Kopf zerbrachen, kam ein Anruf aus dem Hauptquartier der SCHUFA Holding AG. Die Schufa ist selbst Patenunternehmen einer WiesPaten-Gruppe und bot an, das Fest im Rahmen eines Engagementprojektes zur Aktionswoche „Wiesbanden Engagiert!“ zu organisieren.

Foto: WiesPatenWiesPaten meets „Wiesbaden Engagiert!“

„Werken und Wirken“ in und um Schloss Freudenberg lautete das Motto. Und dieses Motto war Programm. Bevor es losging, begrüßten WiesPaten-Schirmherrin Elisabeth Ganss, Bürgermeister Arno Goßmann und Serena Holm von der SCHUFA die rund 100 Schülerinnen und Schüler mit ihren WiesPaten-Lehrkräften und einigen Lehrern aus den am Programm teilnehmenden Schulen sowie die etwa 50 Patinnen und Paten aus den Unternehmen. Im Park hinter Schloss Freudenberg war ein Zirkuszelt aufgebaut, idyllisch unter Kiefern. Auf dem Boden Stroh, auf den Tischen bunte Sommerblumen.

Der Siegerentwurf: Wir haben es selbst in der Hand

Foto: WiesPaten

Auch die Jugendlichen kamen zu Wort: Sie präsentierten ihre Spardosenentwürfe. Es gab nämlich eine Aufgabe vorab: Jede WiesPaten-Gruppe sollte ihrer Kreativität freien Lauf lassen und eine Spardose gestalten. Alle Gruppen hatten sich viel Mühe gemacht. Einige Entwürfe nahmen Bezug zum Patenunternehmen. Die Spardose der WiesPaten-Gruppe der IGS Alexej von Jawlensky zum Beispiel zierten handgemalte Kopien bedeutender Werke des russisch-deutschen Malers und ein schwarzer Bock, der für das Patenunternehmen – das Hotel „Schwarzer Bock“ – stand.

Auch Themen wie Herkunft und Integration setzten die WiesPaten-Schüler in Entwürfen künstlerisch um. Eine Jury kürte die Spardose der Werner-von-Siemens-Schule zum Sieger des Wettbewerbs. Sie zeigt eine Weltkugel, an die zwei Hände gelegt sind. Mit dem Kunstwerk wollten die Schülerinnen und Schüler unter anderem zum Ausdruck bringen: Wir haben es selbst in der Hand, wie wir miteinander umgehen. 100 Euro Preisgeld waren der Lohn für diese schöne Idee und die gelungene Umsetzung.

Foto: WiesPatenWie sehen Töne aus?

Wenn die SCHUFA Holding AG Gastgeberin ist, geht es um das Thema Geld. Und weil das Team von Schloss Freudenberg die SCHUFA unterstützte, wurde es ein Zusammenspiel von Natur, Geld und sinnlichen Erfahrungen. Wie klingen Steine? Was haben Tannenzapfen und Finanzen gemeinsam? Die Sommerfest-Gästeschar wurde in drei Gruppen aufgeteilt und alle begannen, an ihren Stationen zu werken und zu wirken: Eine Feuerskulptur bauen, in der SCHUFA-Wirtschaftswerkstatt darüber nachdenken, was das tägliche Leben mit seinen Notwendigkeiten und Annehmlichkeiten kostet. Im Schloss staunten die Sommerfest-Besucher darüber, wie wunderschön Töne aussehen können und erfuhren, warum der Standpunkt entscheidet, was Menschen sehen können – oder nicht.

Foto: Oliver Keßler

Außergewöhnlich und besonders

Die Sieger des Spardosenwettbewerbs durften am Abend die Feuerskulptur, die während des Nachmittags entstanden war, entzünden. Als die Flammen gen Himmel loderten, lugte endlich auch die Sonne hinter den Wolken hervor. Was ihnen am besten gefallen hat, konnten die WiesPaten-Schülerinnen und Schüler nach diesem außergewöhnlichen, alle Sinne beanspruchenden Tag nicht sagen. „Es war alles besonders“, fasste Arthur zusammen.

Ein Bericht von Diana Unkart, CC-Servicebüro.

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