Foto: WiesPatenMit WiesPaten International in Danzig

Unzählige Fotos haben die Schüler aufgenommen. So viel gab es in Danzig zu sehen. Die Ostseestadt hatte die Schüler in ihren Bann gezogen. „Wie ein Traum, der wahr geworden ist“, sagt Can über die Reise. Der Schüler gehört zu den beiden WiesPaten-Gruppen an der Werner-von-Siemens-Schule und der Wilhelm-Leuschner Schule, die mit WiesPaten International im April 2016 zu einer Jugendbegegnung in die polnische Stadt fliegen durften.

Wieder zurück in Wiesbaden überlegten die Jugendlichen, wie sie ihre Erlebnisse und Eindrücke teilen, etwas von der polnischen Lebensart vermitteln und danke sagen können für unvergessliche Tage. Sie luden ihre Unternehmens-Patinnen und -paten von Ikano-Bank und PSD-Bank, Hildegunde Rech und Karoline Deissler (Abteilung Jugendarbeit), Schulleiterin Bärbel Stein, Lehrer und Eltern zu einem Dankeschön-Abend in die Werner-von-Siemens-Schule ein.

Aus Fremden werden Freunde

Dem Büffet folgte ein charmant präsentierter Reiserückblick. Er nahm die Gäste mit in die polnische Hafenstadt: in die Ausstellungen, die die WiesPaten-Schüler besuchen durften, zum Strand, in Museen, auf den Hagelsberg, von dem Besucher einen fantastischen Blick über Danzig genießen können, und in die kleine Kurstadt Sopot mit dem „betrunkenen Haus“.

Mit Hilfe witziger Spiele lernten die deutschen Schüler während ihres Aufenthalts etwas Polnisch und die polnischen Schüler Deutsch. Spätestens nach dem gemeinsamen Pizzabacken in der Jugendherberge waren aus ehemals Fremden Freunde geworden. Die Gäste des Dankeschön-Abends lernten bei einem Gruppen-Bewegungsspiel in polnischer Sprache schon mal ein paar Vokabeln und erfuhren von einem WiesPaten-Schüler Interessantes zum Thema Bernstein.

Foto: WiesPatenVorfreude auf den Rückbesuch der polnischen Jugendlichen

Was ihnen am besten gefallen, sie am meisten beeindruckt hat, schrieben die Schüler auf Zettel: Stadtrallye stand auf einem, auf einem anderen: 7D-Kino. Strand, Sopot, Bowling – und Freundschaft. Kaum jemand hätte gedacht, dass am Tag des Abschieds in Polen sogar Tränen fließen würden. Als die deutschen und polnischen Jugendlichen zum ersten Mal zusammengetroffen waren, hatte noch Schweigen geherrscht – aus Unsicherheit und wegen der Sprachbarriere.

Sie abzubauen, indem Jugendlichen die Teilnahme an sogenannten „Internationalen Mobilitätsprogrammen“ wie dieser Jugendbegegnung ermöglicht wird, ist ein Ziel des seit Herbst 2014 bestehenden Moduls WiesPaten International.

Organisiert wird der Jugendaustausch vom Bildungshaus Haus am Maiberg in Heppenheim in Kooperation mit dem Maximilian-Kolbe-Haus in Danzig sowie dem Wiesbadener Amt für Soziale Arbeit – unterstützt durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk und die beiden Patenunternehmen. Ende Juni wird es eine Rückbegegnung mit den polnischen Jugendlichen in Heppenheim und Wiesbaden und geben, auf die sich die Schüler schon riesig freuen. Über ihre neue WhatsApp-Gruppe sind die Jugendlichen seit Danzig sowieso in Verbindung.

Ein Bericht von Diana Unkart und Karoline Deissner, CC-Servicebüro.

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