Foto: WiesPatenAls vergangenes Jahr unsere Playstation gestohlen wurde, hätten wir uns nicht träumen lassen, was für einen Gewinn dieser eigentlich herbe Verlust für unser Jugendzentrum bedeuten würde

Verlust wird zu Hauptgewinn

Denn nach dem Diebstahl entbrannte eine Grundsatzdebatte zwischen den Besuchern und uns über die weitere Nutzung des Raumes. Relativ schnell wurde deutlich, dass eigentlich unser gesamtes Raumkonzept neu überdacht und den aktuellen Bedürfnissen der Jugendlichen angepasst werden müsste. Wenn es nach den Jugendlichen ginge, bräuchten wir neben einem Playstation-Raum, der hauptsächlich von unseren männlichen Jugendlichen genutzt wird, ein Äquivalent für unsere weiblichen Besucher.

Wir bräuchten also zusätzlich einen Mädchenraum, der als Rückzugsort dienen und nach den Bedürfnissen der Mädchen eingerichtet werden würde. Nach einigen Überlegungen kristallisierte sich heraus, dass uns die nötigen Räume durch kleinere Anpassungen unseres bisherigen Konzeptes tatsächlich zur Verfügung stehen würden.

2016_wiespaten_trafohaus_baumstark_broemer_eroeffnung_playstation-zimmerEine geniale Idee

Die Bereitschaft von Seiten unserer Jugendlichen, aktiv an der Umgestaltung der Räume teilzuhaben, war enorm. Schnell wurde jedoch klar, dass für ein derartiges Vorhaben mehr als nur Manpower benötigt werden würde. Es stünden auch nicht unbeträchtliche Investitionen ins Haus. Alleine eine neue Playstation … Wer soll das bezahlen?

Dann kam unseren Jugendlichen eine geniale Idee. Viele unserer Besucher sind WiesPaten-Schülerinnen und -Schüler und haben die Chefs der Patenunternehmen Theo Baumstark GmbH und Brömer & Sohn GmbH sogar schon persönlich kennengelernt.

Dabei haben die Jugendlichen gemerkt, wie viel die Firmen bereit sind zu investieren, wenn man ihnen zeigt, dass man selbst bereit ist, viel Mühe und Fleiß in eine Aufgabe zu stecken. Könnte man die Firmen also eventuell einmal fragen, ob sie vielleicht Ideen und Vorschläge haben, wie man das Vorhaben gemeinsam realisieren könnte?

Beeindruckendes Engagement

Gesagt, getan! Und was dann folgte, war in diesem Umfang nicht zu erwarten! Die Firmen waren hellauf begeistert von den Vorschlägen der Jugendlichen. Für jeden Raum wurde ein Treffen vereinbart.  Zu den Treffen erschienen zahlreiche Besucher, die die Firmen mit ihrem Engagement und ihren bescheidenen und tatsächlich realisierbaren Wünsche und Ideen beeindruckten. Innerhalb einer Woche stand der Zeitplan für die Renovierung der Räume, inklusive individueller Farbgestaltung, Mobiliar und Elektrik-Umbauten.

Grenzenlose Freude beim Eröffnungsfest

Die Umbauphase war dank des hohen Einsatzwillens aller teilnehmenden Akteure innerhalb kürzester Zeit abgeschlossen. Hier hat sich vor allem das Team der Firma Baumstark mit ihrem Fachwissen engagiert. Und so erstrahlen die Räume nun in neuem Glanz.

Foto: WiesPatenZum Abschluss des Projektes wurde ein großes Fest organisiert, bei dem die Räume feierlich eröffnet und den unzähligen erschienenen Jugendlichen präsentiert wurden. Zur Eröffnungsparty gab es acht riesige Familienpizzen, die in gefühlt fünf Sekunden weggespachtelt waren. Die WiesPaten Thorsten Baumstark und Jörg Brömer erhielten von den Kindern von den völlig begeisterten Jugendlichen jeweils einen Scheck mit  „1.000 Dank“.

Die Freude kannte schier keine Grenzen, als dann auch noch eine neue Playstation präsentiert wurde. Dieses Mal allerdings diebstahlsicher in einem extra dafür angefertigten und mit dem Tisch fest verschraubten Metallgehäuse. Unsere Ohren klingeln zwar jetzt noch von den Freudenschreien, aber das war es auf jeden Fall wert!

Ein Bericht von Lukas Heun, Jugendzentrum Trafohaus.

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