200 Gäste im Hotel MERCURE

200 geladene Gäste – darunter rund 130 Jugendliche aus 19 WiesPaten-Gruppen – feierten am 2. Februar 2018 im nigelnagelneu umgestalteten Mercure Hotel Wiesbaden City ihr 7. Dankeschönfest. Schon fünf Mal fand das Fest am selben Ort – im ehemaligen Crowne Plaza Hotel statt. Das Hotel wechselte 2016 den Besitzer – das neue „Mercure Hotel“ knüpfte nun an die Tradition an und lud die WiesPaten zum Dankeschönfest 2018 ein.

Für alle Gäste ist das große Fest ein Highlight des WiesPaten-Jahres. Alle Akteure kommen zusammen, werfen sich in Schale und genießen gemeinsam den edlen Rahmen. Ebenfalls Tradition: Die Jugendlichen gestalten das Programm selbst. [Am Ende dieses Beitrags findet sich eine Bildergalerie mit Fotos vom Fest.]

Dezernent wird „geprüft“

„Heute Abend kann man sehen, wie ‚groß‘ WiesPaten inzwischen geworden ist“, sagte Sozialdezernent Christoph Manjura in seinem Grußwort mit Blick in den voll besetzten Veranstaltungssaal. Er begrüßte die Gäste und sprach allen Akteuren des WiesPaten-Programms seinen Dank für ihr besonderes Engagement aus. Dabei erhielten die Patinnen und Paten aus den Unternehmen – und vor allem die studentischen WiesPaten-Lehrkräfte jubelnden Beifall ihrer jugendlichen Schützlinge.

Nach seiner Rede stellte Manjura sich einem „WiesPaten-Quiz“, mit dem sein Hintergrundwissen über das Programm „getestet“ wurde. Die Fragen stellten WiesPaten-Schüler*in Ghazala Zaheer und Paul Niemczik. Mit 9 von 12 richtigen Antworten meisterte Manjura die Prüfung mit Bravour und erwarb sich das Prädikat „WiesPaten-tauglich“. WiesPaten-Schüler Poulad Yari sorgte zwei Mal am Piano für ein musikalisches Zwischenspiel – unter anderem mit der Titelmusik zur Serie „Game of Thrones“. Zwischendurch gab eine Bildershow mit Impressionen aus dem WiesPaten-Jahr 2017 Einblicke in zurückliegende Events und Aktivitäten.

Junge Ex-WiesPaten im Interview

Ein Highlight des Abends war das Interview mit drei ehemaligen WiesPaten-Jugendlichen, die über ihren Werdegang seit dem Ende ihrer WiesPaten-Zeit berichteten und aus erster Hand Einblicke in die Zeit nach der Schule gaben. WiesPaten-Schirmherrin Elisabeth Ganss stellte die Fragen.

Myriam Yildirim war bis 2014 WiesPaten-Schülerin des Patenunternehmens HUHLE Stahl- und Metallbau und wechselte nach der 10. Klasse von der Riehl-Schule in die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement.  Sie hat inzwischen ausgelernt und berichtete über ihren Arbeitsalltag. Die Büroarbeit sei keineswegs so langweilig wie viele meinten – es gebe immer neue Aufgaben. „Außerdem ist es sehr lustig bei uns im Betrieb – die Kollegen sind alle supernett.“

Gina-Maria Welch gehörte bis 2016 der Naspa-Gruppe an und ist in der Ausbildung zur Altenpflegerin. Sie erzählte von ihrer Arbeit auf einer Demenz-Station, die viel Spaß mache, aber auch einige Herausforderungen bereithalte. „Man kommt den Menschen sehr nah – sogar näher als die Angehörigen. Und man begleitet sie teilweise bis zum Tod.“ Das sei oft nicht leicht, aber sie liebe ihre Arbeit inzwischen sehr. Ginas Resümee lautet: „Es lohnt sich!“

Can Saglam besucht aktuell die Fachoberschule, Schwerpunkt Verwaltung und absolviert sein Jahrespraktikum im Amt für Soziale Arbeit – Abteilung Jugendarbeit. „Ohne WiesPaten hätte ich keinen so guten Realschulabschluss geschafft“, ist Can überzeugt. „Ich habe mich sehr wohlgefühlt in meiner WiesPaten-Gruppe – wir waren ein gutes Team. Das hat mir geholfen, wenn ich eigentlich gar keine Lust mehr auf Lernen hatte.“

Rückblick auf bunten Pinnwänden

Was die Jugendlichen gemeinsam mit ihren WiesPaten-Lehrkräften und den Patinnen und Paten bereits erlebt haben, konnte man im großen Flur vor dem Veranstaltungssaal an unzähligen bunten Pinnwänden sehen. Die Patinnen und Paten vom Unternehmen Savencia Fromage & Dairy Deutschland – Vermarkter französischer Käsespezialitäten mit Sitz in Wiesbaden – hatte gemeinsam mit ihrer WiesPaten-Gruppe sogar ein Käsebüffet vorbereitet, an dem fleißig probiert werden durfte.

„Die 17 aktiven WiesPaten-Unternehmen eröffnen ihren ‚Patenkindern‘ ganz besondere Bildungschancen. Gleichzeitig geben Sie ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, als Patinnen und Paten selbst aktiv zu werden und auch von den Jugendlichen etwas zu lernen“, fasste Christoph Manjura die WiesPaten-Idee zusammen und gratulierte den Jugendlichen: „Ihr habt euch viel vorgenommen für eure Zukunft – deshalb macht ihr mit bei ‚WiesPaten‘ – und zwar zusätzlich zum Schulunterricht. Das finde ich nicht selbstverständlich, sondern absolut bemerkenswert!“

Dankeschön an den Gastgeber

Zum Ende des offiziellen Teils übergaben die WiesPaten ihren Gastgebern – dem Team des Mercure Hotel – ein Plakat mit allen Unterschriften der Gäste. Michael Mann, Geschäftsführer des Mercure Wiesbaden, wünschte dem jugendlichen Publikum alles Gute auf dem weiteren Weg: „Ihr seid ja noch jung und könnt noch ganz viel richtig machen!“

Anschließend ging es ins Restaurant des Hotels, wo ein riesiges leckeres Büffet auf die Gäste wartete. Beim gemeinsamen Essen konnten sich Patinnen und Paten mit ihren WiesPaten-Jugendlichen, aber auch mit den Koordinator*innen aus den Schulen und sozialen Einrichtungen und den studentischen WiesPaten-Lehrkräften austauschen. Am Ende waren sich alle einig: Es war ein rundum gelungenes Fest in einem wunderschönen Rahmen, das vielen noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird.

Die Bilder zum Dankeschönfest 2018

Fotos: Tim Voigt, STADTLEBEN.DE

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